Zeige mir Dein Herz,
als dass ich Dich schätzen kann
und Deine Taten bewerte.
Warst Du gut in Deinem Streben
und hast seinen Namen
zu Ehren getragen
in Deinem Tun.
Reiche hin mein
zuckendes Stück Mensch,
biete dar
mein taumelnd Leben.
Urteile recht über mich,
sei mir Richter
und Trost in Einem.
Gewahr wird mein Handeln,
drückt lastend
die Waage herab,
zu urteilen mich,
bereitet mir Qual
und zeige mich mir.
Der Rechte trachtet
die Fülle der Taten
geworfen in die Schalen
der Reue.
Wird Gutes mein Sein ergeben
und leiten mich hin
zur süßen Erquickung?
Gewogen die edlen Gedanken,
Taten die ehrlich,
gebührend und fromm.
Wiegen auf
und schwerer im Ganzen,
dass man mir
manch Fehlen vergibt.
Soll Lohn mir gestattet werden,
wird der güldene Kelch
mir gereichet.
Klar und frohlockend
des Inhalts funkeln,
verspricht
göttlichen Nektar.
Wird bitter
mein Tranke werden,
mir mein Handeln
den Schlunde würgt?
Trieft schwerer
aus unrechtem Bündel,
Mißgunst Neid
und Bosheit heraus.
Dass man alsbald
mit Abscheu mich trachtet,
mein Streben
in Dunkelheit taucht.
Wird mein Kelch
Schirlingstrank bergen,
dunkel brodelndes Gebräu.
Drohend mir
mit letzter Konsequenz.
Was auch sei
in dieser trostlosen Zeit,
nur urteile mich ab.
Kann mein Herz
des Rechten Hieb klagen,
aber sieh es nur an,
beachte es
und dadurch auch mich.
Rinnet die Kehle
labend Ambrosia
oder faulig bitterste Pestilenz,
hat mich doch
Dein Auge getrachtet,
mein Leben
ward urteilenswert.
Schmerzlicher
denn getragenen Schicksals,
sei mein Tun
nicht nennenswert.